Musik Museum

Giovanni Buonaventura Viviani (1638 – 1692)
Geistliche Motetten aus „Salmi, Motetti e Litanie“ op.5 (Bologna, 1688)
Maria Erlacher, Nele Gramß, Markus Flaig, Vita & Anima

Ungetrübte Entdeckerfreuden
Giovanni Buonaventura Viviani war seit 1656 Mitglied der Hofkapelle und hatte von 1672-1676 sogar die Leitung der kaiserlichen Hofmusik in Innsbruck inne. Die CD würdigt den bedeutenden Vertreter des italienischen Hochbarock mit einer Auswahl aus seinen Salmi, Motetti e Litanie op. 5 und seinen Capricci armonici op. 4. Eine exzellente Besetzung unter anderem mit Gottfried von der Goltz (Violine) garantiert ungetrübte Entdeckerfreuden.

Musik Museum

Ingenuin Molitor (1610 – 1669): Geistliche Motetten (Innsbruck 1668)

vita & anima – la dolcezza

Maria Erlacher – Sopran I, Gerlinde Sämann – Sopran II, Markus Flaig – Bass

Veronika Skuplik, Judith Steenbrink & Maite Larburu – Barockviolinen

Arno Jochem – Viola da gamba & Violone, Andreas Arend – Theorbe

Peter Waldner – Orgelpositiv & Orgel der Kirche des Priesterseminars Innsbruck (Pirchner 1963)

Mit ihrer feinsinnigen rhetorischen Textausdeutung und der fließenden Melodik stehen die hier eingespielten Kompositionen des Franziskanerpaters Ingenuin Molitor (um 1610-1669) auf der Höhe der Zeit und zeugen von der hochstehenden Sakralmusikpflege im Tirol des 17. Jahrhunderts. Das Ensemble vita & anima und das Instrumentalensemble la dolcezza, beide bestehend aus international bekannten SpezialistInnen für Alte Musik, haben die Motetten und Ensemblecanzonen Molitors hier erstmals auf Tonträger eingespielt.

Musik Museum

Josef Pembaur (1848 – 1923): Frühling und Liebe

Maria Erlacher – Sopran

Klemens Sander – Bariton

Annette Seiler – Klavier

Josef Pembaur (1848-1923) gehört zu den bedeutendsten und interessantesten Persönlichkeiten der Tiroler Musikgeschichte. Pembaur war Kompositionsschüler Bruckners in Wien und Rheinbergers in München. Seine musikalischen Studien absolvierte er mit Bravour, so dass er bereits im Alter von 26 Jahren zum Musikdirektor seiner Heimatstadt Innsbruck berufen wurde. Als solchem oblag ihm die Leitung des Musikvereins: Er organisierte und leitete die Konzerte des Musikvereinsorchesters, stand der Musikschule des Vereins vor und unterrichtete selbst. Er erwies sich außerdem in seinen vielfältigen musikalischen Unternehmungen als tatkräftiger Organisator und Künstler internationalen Formats. Mit der Komposition von Liedern beschäftigte sich Pembaur sein ganzes Künstlerleben lang: In der Wiener Deutschen Kunst- und Musikzeitung vom 11.1.1902 wird Pembaur ausführlich gewürdigt, unter anderem als Liedkomponist ersten Ranges: ‚Als Componist hat er so ziemlich alle Gebiete mit großen Er-folgen betreten, am bedeutendsten ist er auf dem Gebiete der Liedcomposition‘.

Johann Sebastian Bach

Johann Sebastian Bach (1685 – 1750): Missa in h-moll BWV 232

Live Mitschnitt einer Aufführung mit Originalinstrumenten aus der Stiftskirche Schlägl, Mai 2009.

Emma Kirkby – Sopran 1

Maria Erlacher – Sopran 2

Markus Forster – Altus,

Daniel Johannsen – Tenor

Andreas Lebeda – Bass

Ars Antiqua Austria, Gunar Letzbor

Ingemar Melchersson – Orgel

Rupert Gottfried Frieberger – Leitung

Johann Sebastian Bach

Joseph Netzer (1808 – 1864): LIEDER

Maria Erlacher – Sopran
Andreas Lebeda – Bariton
Nikolaus Walch – Horn
Annette Seiler – Hammerflügel

Dem Innsbrucker Joseph Netzer (1808-1864) wurde von zeitgenössischen Rezensenten eine besondere Begabung auf dem Gebiet der Liedkomposition bescheinigt. Seine hier aufgenommenen Lieder offenbaren eine enorme Bandbreite von volksliedhafter Schlichtheit, über düsteren, wirkungsvollen Balladen bis hin zu humoristischen Gustostücken.

CD Cover Joaz

Benedetto Marcello (1686 – 1739): JOAZ

Azione Sacra in due parti, Vienna l’anno 1726

Libretto di Apostolo Zeno (1668 – 1750)
Musica di Benedetto Marcello

Athalia: Maria Erlacher (Sopran)
Joaz: Markus Forster (Altus)
Josabet: Ulrike Hofbauer (Sopran)
Joiada: Dominik Wörner (Bass)
Mathan: Daniel Johannsen (Tenor)
Azaria: Martin Bruns (Bariton)

Neue Hofkapelle München
unter der Leitung von Christoph Hammer

Benedetto Marcello (1686 – 1739), Sohn eines venezianischen Senators, war eine vielseitig begabte und interessierte Persönlichkeit. Ausgebildet in Musik, Literatur und Jurisprudenz, war er über zwei Jahrzehnte hin politischer Baemter der Lagunenstadt und betätigte sich gleichsam nebenher nicht nur als Literat, Poet und Theoretiker, sondern auch als Komponist von Instrumental- und Kammermusik sowie Messen, Oratorien, Kantaten, Duetten und Bühnenwerken. Anno 1725 komponierte er für Kaiser Karl VI. eine Serenate, und kurz darauf ebenfalls für Wien das Oratorium JOAZ auf ein Libretto des dortigen Hofpoeten Apostolo Zeno. Hier trifft man auf einen Komponisten, der in umfassender Kenntnis geläufiger Formen, Stile und Techniken und bei aller Achtung zeitgemäßer Strukturen es sich nicht nehmen ließ, eigenwillig die Grenzen der Konvention zu überschreiten.